
Umwelt & Grünflächen
Wir brauchen zukunftsfähige Lösungen, denn unser Klima verändert sich: Dürreperioden, Starkregen und Sturm setzen unseren Grünflächen, Gewässern und Spielplätzen zu. Gleichzeitig sind diese als Orte der Erholung, der Artenvielfalt und des sozialen Miteinanders unverzichtbar – besonders in einem dicht besiedelten Bezirk wie Lichtenberg.
Dafür setzen wir uns ein, im Großen wie im Kleinen: Bei Haushaltsverhandlungen konnten wir mehr Geld für Kleingewässer, eine neue Stelle für den Artenschutz und mehr Geld für Grünflächen erreichen und Kürzungen in diesem Bereich größtenteils abwehren. Wir setzen uns gemeinsam mit einem Klimabeirat dafür ein, dass Lichtenberg Schwammstadt wird! Und auch kleine Maßnahmen wirken: Dank eines Balkenmähers wird jetzt die lokale Fauna in Karlshorst geschont.
Mehr Grün für Lichtenberg
Philipp Ahrens, Fraktionsvorsitzender
Begrenzten öffentlichen Raum clever nutzen, damit alle profitieren: Wir wollen prüfen lassen, wie drei Plätze in Lichtenberg erweitert, entsiegelt und begrünt werden können. Warum? Alle drei Gebiete sind stark verdichtet. Es fehlen Grünflächen, auf denen sich Menschen erholen und im Sommer abkühlen können. Für uns außerdem ganz wichitg: Die Anwohner*innen sollen mitreden dürfen, denn Stadtentwicklung geht nur gemeinsam!
Unsere Anträge zu Umwelt & Grünflächen
Änderungsantrag zum Haushalt 25/26
Dem Haushaltsentwurf für 25/26 haben wir abgelehnt: Ein besonders kritischer Punkt war für uns die geplante Kürzung bei der Pflege von Grünflächen. Rund ein Viertel des bisherigen Budgets sollte wegfallen. Dabei braucht es hier es mehr Geld, anstatt weniger, denn heiße, trockene Sommer, Stürme und auch eine zunehmende Vermüllung setzen unseren Parks schon jetzt deutlich zu. Unser Protest hat etwas bewirkt: Am Ende wurde ein Großteil der Kürzungen zurückgenommen und so blieb mehr Geld für sichere Spielplätze und saubere Parks in Lichtenberg.




Mehr Mittel für den Erhalt der Kleingewässer in Lichtenberg
Zu den Lichtenberger Gewässern zählen auch unscheinbarere Pfuhle, Weiher und Tümpel, die Lebensraum für Frösche, Libellen, Fische und viele weitere Arten sind. Sie halten den Regen in der Landschaft, kühlen die Stadt und bieten uns Erholung. Doch zunehmender Wassermangel und unzureichende Pflege ziehen diese Biotope in Mitleidenschaft. Mehr als die Hälfte der Lichtenberger Kleingewässer ist inzwischen in einem schlechten Zustand, weil sie entweder austrocknen oder allmählich verlanden. Auf unseren Antrag hin wurde das Budget für die Pflege der Kleingewässer von 80.000€ auf 200.000€ erhöht. Unser Einsatz leistet einen wichtigen Beitrag zur biologischen Vielfalt, zum Artenschutz und zum Hitzeschutz in Lichtenberg.
Mehr Geld für Spielplätze und Grünflächen im Bezirk
Aufgrund fehlender finanzieller Mittel fielen in Lichtenberg immer wieder Erholungsangebote und Treffpunkte weg: Pavillons wurden abgebaut, Fußballtore und ein Basketballkorb waren defekt und wurden zur Gefahrenquelle. Ein Trend, den wir stoppen wollten, denn öffentliche Spielplätze und Grünflächen sind wichtig für die Erholung und Gesundheit von Menschen jeden Alters. Wir haben erreicht, dass im Haushalt 2024/25 deutlich mehr Geld für den Unterhalt von Spielplätzen und Grünflächen bereitgestellt wurde.




Naturschutz: Balkenmäher für weniger Tote auf der Wiese
Für kleine Viecher: Mäht man einen Rasen mit einem herkömmlichen Rasenmäher, kann das den Tod unzähliger Tiere bedeuten, denn das Mähgut wird stark zerkleinert - inklusive der darin befindlichen Insekten, Reptilien und anderen. In Zusammenarbeit mit dem Naturschutzbund in Karlshorst haben wir erreicht, dass ein Balkenmäher angeschafft wurde. Diese Art, eine Wiese zu mähen, ist die für die Fauna aktuell schonendste. Durch den Einsatz des Balkenmähers haben wir unkompliziert einen wichtigen Beitrag zum Naturschutz in Lichtenberg geleistet.
Neue Stelle „Besonderer Artschutz“ für das Amt für Natur- und Umweltschutz
Gemeinsam mit unserer Stadträtin Filiz Keküllüoğlu haben wir im Haushalt eine neue Stelle für den Artenschutz geschaffen. Unser Bezirk wächst rasant. Dementsprechend hat das Amt für Umwelt- und Naturschutz zunehmend viele Neubauprojekte, Bau- und Sanierungsvorhaben artenschutzrechtlich zu prüfen, wofür die gegebenen personellen Ressourcen nicht mehr ausreichen. Mit der neuen Stelle haben wir eine Win-Win-Situation für die ökologische Stadtentwicklung und den Erhalt der Biodiversität Lichtenbergs geschaffen: Der Artenschutz wird verstärkt und gleichzeitig die Bearbeitung von Bauprojekten beschleunigt.


Weitere Anträge zu Umwelt und Grünflächen
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Besserer Schutz für den Spitz-Ahorn vor dem Haus Eitelstraße 84


