
Solidarische Gesellschaft
Wir setzen uns ein für einen Bezirk, in dem sich alle Menschen sicher fühlen können – egal welchen Geschlechts, welche Herkunft ihnen zugeschrieben wird oder wie viel Geld sie haben.
Wir haben gemeinsam mit anderen dafür gesorgt, dass Lichtenberg einen Aktionsplan gegen Queerfeindlichkeit umsetzt, sich zur Progess Pride Flag und zum Antifaschismus bekennt und eine Resolution gegen Rassismus verabschiedet hat. Lichtenberg bekommt dank uns ein FLINTA*-Zentrum und ein Haus für queeres Mehrgenerationen-Wohnen. Diese und weitere Erfolge spornen uns an, uns auch zukünftig und gemeinsam mit anderen für ein solidarisches Lichtenberg zu engagieren – ein Bezirk für uns alle!
FLINTA*-Zentrum
Frederike Navarro, Sprecherin für Gleichstellung und Inklusion
In Lichtenberg wird ein Frauenzentrum mit dem Schwerpunkt Prävention und Beratung hinsichtlich der Gewalt gegen Frauen, Lesben, sowie Inter-, Nicht-binäre, Trans-, und Agender Personen eingerichtet. Andere Bezirke haben so etwas bereits, aber in Lichtenberg fehlte er bisher: Ein Ort, an dem von geschlechtsspezifischer Gewalt betroffene Menschen ihre eigene Stärke weiterentwickeln können und an dem diskriminierungssensibel gearbeitet wird.
Unsere Anträge für eine solidarischen Gesellschaft
Für ein antifaschistisches und demokratisches Lichtenberg
Es gibt eine anhaltende Bedrohung durch neonazistische Gewalt im Bezirk: Gewaltsame Übergriffe sind Ausdruck organisierter rechter Strukturen. Wir fordern konkrete Maßnahmen: die Wiederaufnahme des Runden Tisches Hohenschönhausen, die Aufstockung oder Neuschaffung bestehender Förderinstrumente für zivilgesellschaftliche Initiativen, einen Aktionsplan gegen Rassismus und ein Konzept für jugendpolitische Prävention gegen Rechtsextremismus in Kooperation mit Schulen, Jugendfreizeiteinrichtungen und freien Trägern. Das Bezirksamt soll regelmäßig und transparent über rechtsextreme Vorfälle im Bezirk sowie über getroffene und geplante Maßnahmen zur Stärkung demokratischer Strukturen berichten.


Aktionsplan gegen Queerfeindlichkeit im Bezirk
In Lichtenberg wird ein umfassender Aktionsplan gegen Queer*feindlichkeit umgesetzt, federführend ist die Queer*beauftragte des Bezirksamts. Ziel des Aktionsplans ist, queerfeindlichen Strukturen zuerst intern im Bezirksamt entgegenzuwirken, diese aufzuarbeiten und aktiv zu bekämpfen. Ab 2026 wird der Aktionsplan in enger Zusammenarbeit mit dem Queerbeirat, den queeren Anlaufstellen und weiteren relevanten Akteur*innen im Bezirk nach außen getragen und es werden entsprechende Maßnahmen entwickelt, um den Aktionsplan auch extern auf die Bewohnerschaft, Bildungseinrichtungen, Partner*innen, Träger und Unternehmen im Bezirk wirken zu lassen.
Panchina Rosso - eine rote Parkbank als Mahnmal für Femizide und Gewalt an Frauen
Als Mahnmal für Femizide wird eine rote Parkbank aufgestellt. Die Initiative der roten Parkbänke stammt aus Italien, bekannt als „Panchina Rossa“. Sie sind ein Symbol im Kampf gegen Gewalt gegen Frauen. Rot symbolisiert die Farbe des Blutes: Die Bank steht als ein Zeichen dafür, dass Plätze frei bleiben, wenn Frauen häuslicher Gewalt zum Opfer fallen. Begleitet wird die Bank in Lichtenberg mit einer Tafel, die ihren Kontext erklärt. Der Frauenbeirat hat dem zuständigen Bürgermeister bereits im Sommer 2025 einen geeigneter Ort vorgeschlagen, aber seitdem ist nichts passiert. Wir haben also nochmal eine kleine Anfrage ans Bezirksamt gestellt und drängen auf eine zeitnahe Umsetzung.




Die buddhistische Pagode muss bleiben!
Der buddhistischen Pho-Da-Gemeinde im Großhandelszentrum „Pacific-Center“ in Hohenschönhausen drohte die Räumung. In unserem Dringlichkeitsantrag haben wir den Erhalt der Pagode gefordert. Seit 2006 ist der Glaubenstempel ein wichtiges Zentrum der buddhistischen Community und Anlaufpunkt für viele Menschen aus der vietnamesischen und viet-deutschen Community in Lichtenberg. Mit der Pagode konnte in Lichtenberg ein wichtiger Ort der Zusammenkunft, ein mühsam aufgebautes soziales Netzwerk, erhalten bleiben.
Ein Platz, der dem Gedenken würdig ist: Bahnhofsvorplatz endlich in Eugeniu-Botnari-Platz umbenennen!
Eugeniu Botnari starb 2016 qualvoll an den Folgen eines rassistisch und sozialchauvinistisch motivierten Angriffs. Jetzt wird diesem Opfer rechter Gewalt endlich würdevoll im Bezirk gedacht und auf die grausamen Umstände seines Todes öffentlich aufmerksam gemacht: 2023 wurde der bis dahin namenlosen Vorplatz am Bahnhof Lichtenberg in Eugeniu-Botnari-Platz umbenannt.


Weitere Anträge zur solidarischen Gesellschaft
Gedenken gemeinnützig veranstalten - Kein Platz für Holocaustleugner!
Abreißzettel "Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen" in Toiletten in bezirklichen Einrichtungen
Die Finanzierung der bezirklichen Antidiskriminierungsstelle für Schulen verstetigen
Gemeinsam bunt älter werden – Queeres* Mehrgenerationenwohnen an der Vulkanstraße
Die Geschichte von Anton M`bonga Egiomue und Josef Bohinge Boholle dauerhaft sichtbar machen!
Ramadan Mubarak! Solidarität mit unseren muslimischen Mitbürgerinnen
Sozialen Zusammenhalt im Bürgerhaushalt Lichtenberg in den Fokus rücken
Neue Bezirksverordnete auf eine frühere Stasi-Tätigkeit überprüfen
Erweitertung der Suchtprävention und Suchthilfeplanung im Bezirk Lichtenberg
Lichtenberg wird Mitglied im WHO-Netzwerk für altersfreundliche Städte
Margarete Steffin an ihrem Geburtshaus in der Geusenstraße 12 würdigen
Straßen- und Platznamen mit antisemitischen Bezügen in Lichtenberg untersuchen
Einkommen und Unterkunftsart bei der Unterbringungsgebührenordnung berücksichtigen


